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Jagdausbildung






Die Ausbildung zum anerkannten Jagdgebrauchshund

Den Artikel von Hr. Häußler und Fr. Woltmann habe ich verschlungen und mich in einigen Sequenzen mit meinem Airedale - Terrier Boyar vom Drachenhort wiedergefunden.

Fr. Woltmann hat mit ihrer Borderterrierdame die Schalenwildprüfung gemacht, wir haben uns an die allgemeine Brauchbarkeit herangewagt.

Aber jetzt einmal von vorn.

Meine Freundin ist passionierte Jägerin, Ausbilderin von Jagdhunden und Richterin im Jagdverband.

Ich bin eine Hundesportlerin, angefangen mit THS, dann Agility und mit Boyar im VPG - Bereich ( IPO3 )gelandet.

Wir kennen uns schon seit über 10 Jahren und alles angefangen hat (wie kann es anders sein) auf dem Hundeplatz, ich hatte mit Wald soviel zu tun wie jeder andere Spaziergänger.

Damals ging es um den Gehorsam ihres Kopov - Rüden, der sehr zu wünschen übrig ließ was er allerdings bei der Jagd dennoch braucht.

Das haben wir wunderbar hinbekommen, so dass sich erst einmal eine lose Freundschaft entwickelte.

Sie kam dann immer wieder zu uns wenn Probleme mit Hunden auftraten, die sie gerade ausbildete und so entwickelte sich eine super Zusammenarbeit zwischen uns.

Dann bekam ich Boyar und den ersten Satz den ich zu hören bekam:” Den kannst Du aber auch zur Jagd ausbilden!” Ich dachte mir nur:” Ja, ja denk Du nur und red weiter!” Damit war das Thema für mich erledigt. Aber sie ließ einfach nicht locker.

Ein Jahr später bekam sie ihre junge Kopov - Hündin und hatte keine Zeit mehr mir mit dem Jagdgeschwaffel auf die Nerven zu gehen.

Dann kam der Tag wo sie verzweifelt bei uns auftauchte und beichtete, das sie (die Expertin) mit der Hündin auf dem Schweiß die Krise bekommt. Dazu muss man sagen, das der Schweiß egal welche Prüfung man macht unabdingbar gefordert wird. Mit Ihrem Rüden hat sie alles auf großen Prüfungen abgeräumt und das es jetzt so daneben geht, hätte sie nie gedacht. Sie wusste ja das ich Fährtentechnisch (wenn es auch nur VPG - Fährten sind) Ahnung hatte.

Also ab in den Wald und durch mal mehr mal weniger dichtes Unterholz Fährten legen und suchen. Nach ca. ½ Jahr haben wir es geschafft fast alle Probleme zu löschen und den Hund neu zu programmieren. Der Tag der Prüfung kam und sie hat die Schalenwildprüfung bestanden, zwar mit viel Angstschweiß und einigen vorhersehbaren Problemen der Hündin. Ach ja zwischen durch noch erwähnt, hat mein Mann parallel dazu noch den int. Champion im Ausstellungswesen mit der Hündin geholt.

Bei uns war in dieser Zeit ein Umbruch was den Hundeverein betraf. Und was soll ich sagen, kaum hatte sie die Prüfung hinter sich, ging es wieder los! Sie bräuchte einen 2. Nachsuchehund, da ihr Rüde in die Jahre gekommen ist und gesundheitlich nicht mehr zur Jagd eingesetzt werden konnte.

Jetzt konnte ich mich nicht mehr vor der Ausbildung drücken, Hundesport, bis zum finden eines neuen Vereins, hatte ich nicht mehr als Ausrede.

Boyar mittlerweile 5 Jahre alt musste etwas neues lernen.

Das erste war (bitte nicht lachen) schwimmen lernen! Ich hasse offenes Wasser (Schwimmbäder sind ob) und jetzt musste ich selber zu den “Fischen” ect. hinein. Zum Glück hatten wir letztes Jahr noch einen wunderschönen September, so das der Rhein angenehm temperiert war und wir begannen mit dem Schwimmtraining. Boyar war am Anfang nicht sonderlich begeistert, den Boden unter den Füssen zu verlieren und selbst heute noch geht er nur ins Wasser wenn es sich lohnt, aber dazu später mehr.

Die Schweißarbeit erwies sich schwieriger als wir dachten, obwohl Boyar gerne fährtete. Allerdings nach all den Jahren VPG hatte er Probleme eine mind. 4 Std. liegende Fährte zu finden, ließ sich von umliegenden Gerüchen stark ablenken, lief dann auch in eine andere Richtung als die Fährte verlief und wenn wir den Weg nicht gewusst hätten, wir wären voll auf sein Täuschungsmanöver hereingefallen, aber durch die Kopov- Hündin waren wir vorbereitet (sie konnte dies genauso gut wie Boyar) und somit hatte Boyar keine Chance gegen uns. 3 Monate Zwangspause hatten wir durch den harten Winter auch noch gehabt, wo wir nur provisorisch etwas machen konnten. Ich verzweifelte dies mal.

Dann hatte ich eine zündende Idee. Das Verweisen an den Wundbetten habe ich genau wie im VPG mit Ablegen und Anzeigen gehandhabt. Also Dosen mit extrem und viel Leckerein (Schwarzwurst, Käse, rohes Ei….) im Wundbett abgelegt und es wirkte Wunder, innerhalb von 4 Wochen war die Schweißfährte kein Problem mehr.

Das Apportieren von Wild dagegen kein Problem, nachdem die erste Tiefkühl - Ente geschrotet wurde konnte ich alles andere Wild mehrmalig verwenden(einfrieren/auftauen).

Nun durfte Boyar endlich auch seine “Schwimmkünste” unter Beweis stellen. Ente wird ins Wasser geworfen und ein Schrotschuss abgeben wenn der Hund sich entfernt . Mein Hund ging mit Hechtsprung ins Wasser und schwamm. Das finden der Ente mit Durchquerung eines Gewässers (Entfernung 30m) außerhalb der Sicht des Hundes war bis zum Schluss ein Problem. Boyar löste sich einfach nicht und wenn, dann in eine vollkommen falsche Richtung. Zum Glück hat es bei der Prüfung (mit erlaubten Steine in Entenrichtung werfen) funktioniert.

Dazu muss ich noch sagen, Boyar tut wie blöd (jaulen, schreien, bellen) wenn er weiß die Ente ist im Wasser oder sie wird ins Wasser geschmissen.

Danke hier noch an meinen Mann, der sich todesmutig auf eine in einem Karpfensee befindliche Insel begeben hat um meinen Hund “ zu retten” der vorher mit mir zusammen fast ertrunken wäre, da mein Rettungsversuch fehlgeschlagen war und er auf dieser Insel gestrandet ist und nicht mehr herunter kam (ich weiß warum ich offene Gewässer nicht mag!!). Danke an meine Freundin Melanie bei der wir in Urlaub waren und die sich todesmutig (bei 18° Nieselwetter) in den See begab und die Ente im Schilf versteckte, damit ich üben konnte.

Die Hasenschleppe wobei ein Hase 300 - 400m weit mit zwei Winkeln (Haken) gezogen , dann außerhalb der Sicht abgelegt wird, war eine reine Übungssache. Der Hund muss frei (ohne Leine) selbstständig der Spur folgen, den Hasen finden und bringen. Am Anfang stöberte Boyar extrem, aber wie gesagt das war reine Übungssache und kein großes Problem für uns.

Dagegen war die Freiverlorensuche, Federwild (Taube) wird in einer Entfernung von 30 m in hohem Gras ausgelegt und der Hund muss sie erstöbern und bringen, kein Problem für uns, Boyars Paradedisziplin ohne großartiges Üben.

Allgemeiner Gehorsam, Verhalten auf dem Stand, Leinenführigkeit und Schussfestigkeit im Feld/Wald wurden von Fr. Woltmann ja schon beschrieben (Gemeinsamkeiten mit der Schweißfährte bei der Schalenwild und allgemeinen Brauchbarkeit). War ebenfalls kein Problem für uns.

Ebenfalls scheint es in Natur der Terrier zu liegen, das man das Wild nicht unbedingt mit dem Besitzer teilen muss! OK, probiert hat Boyar nie, aber abgeben kam auch nicht in Frage und das 2 Wochen vor der Prüfung, ich stand kurz vorm aufgeben. Dank dem Einsatz meiner Freundin (selbst an

Diensttagen, wir arbeiten beide im Schichtdienst) hat es dann doch noch nach intensiven Training funktioniert.

Dann kam der Tag der Prüfung und zum Glück kam das “Entenfach” ganz zum Schluss. Alle anderen Prüfungsfächer waren bestanden und mein Hund schon etwas ruhiger, so dass wir wie schon geschrieben mit starker Hilfe auch das letzte Fach als Bestanden verbucht haben.

Nun ist Boyar ein anerkannter Jagdhund und wird zur Nachsuche eingesetzt.

Ich hätte nie gedacht, das der Airedale noch soviel Jagdhundblut in sich hat das “Jagen” immer noch eine Passion dieser Rasse ist.

Fortsetzung folgt                                                                                    

 

Aktualisiert 2. Juli 2015  
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